Mongolei: Wild Wild West

Nach etwa 200km Fahrt kamen wir in Ölgii an. Das spezielle an dieser Stadt ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung aus Kasachstan stammt, und somit die Leute Muslime sind. Endlich gab es hier eine Dusche und Internet! Das war schön! Von hier aus waren es nur noch ca. 300 Kilometer bis zum Altai Tavan Bogd-Basecamp! Diese lange Tour nahmen wir am nächsten Tag in Angriff! Auf dem Weg dorthin sahen wir jede Menge Murmeltiere. Ausserdem mussten wir eine spezielle Bewilligung einholen, da sich im Gebirge vom Tavan Bogd das Dreiländereck Russland-China-Mongolei befindet!
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Moschee auf dem Weg
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Szene während dem Mittagessen auf dem Weg

Im Basecamp angekommen merkten wir schnell, dass es hier viel kälter ist als zuvor, schliesslich befanden wir uns auch auf über 3000 Metern! Lange Unterwäsche war angesagt!
Am nächsten Tag wanderten wir zum Tavan Bogd, dem höchsten Gipfel der Mongolei. Gletscher, Schnee und Berge! Unvergessliche Szenen! Jedoch war der Aufstieg sehr anstrengend und mein Knie spielte nicht so richtig mit! 15km rauf, 15km runter!
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Am nächsten Tag besuchten wir eine Kasach-Familie, die die Kunst des “Eagle Hunting” beherrscht: Sie benützen Adler, um Tiere zu fangen! Sehr beeindruckend… Ausserdem war auch hier die Gastfreundschaft überwältigend: Milchtee, Süssigkeiten, frischer Käse, Brot usw war innert kürzester Zeit auf dem Tisch!
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Morgen geht es wieder nach Ölgii: Von dort aus gehen wir langsam wieder in Richtung Ulaanbaatar. Jedoch werden wir auf dem Rückweg den nördlichen Teil der Mongolei bereisen, welcher jede Menge spannende Sehenswürdigkeiten mit sich bringen wird!

Mongolei: Irgendwo im Nirgendwo

Der Tagesablauf wird auf dieser Tour immer der Selbe sein: Aufstehen, Frühstück und dann ab in den Wagen, um mehrere hundert Kilometer weiter in den Westen vorzurücken.

So fuhren wir am nächsten Tag in Richtung Westen: Der nächste Stop sollte “Telmen nuur” sein, ein anderer See. Auf dem Weg dorthin sahen wir fast keine andere Autos! Immer, wenn der Motor unseres Vans zum Stillstand kam, herrschte absolute Stille! Wunderschön, um die umliegende Natur zu geniessen! Die nächsten Nächte sollten wir im Zelt verbringen.
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Unser “Zeltplatz”, direkt am See
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Am nächsten Morgen ging es wie gewohnt mit dem Van über holprige “Strassen” weiter…Der nächste Stop war logistisch; somit gab es dort nicht wirklich eine Sehenswürdigkeit. Dies hiess aber nicht, dass es nicht wunderschön und einfach nur atemberaubend war! Wir campierten neben einer Ger einer Nomadenfamilie. Sie luden uns auf Milchtee (der Salz drin hat) und getrocknetes Joghurt ein. Die Männer halfen unserem Fahrer, den Wagen wieder auf vordermann zu bringen. Freunde zu finden ist hier trotz der Sprachbarriere leicht: Einfach eine Zigarette anbieten und lächeln, schon hat man einen neuen Freund. Toiletten gibt es natürlich keine: Man sucht sich einfach ein ruhiges Plätzchen und verrichtet die Notdurft dort! Auch eine Dusche gibt es nicht!

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Der einzige andere Wagen, den wir an diesem Abend von unserem Zelt aus sehen konnten
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Das Zuhause der Nomandenfamilie, neben dem wir die Nacht verbrachtenDSC01153
Der Sonnenuntergang: Schwierig, die Stimmung in einem Foto aufzufangen!

Heute gings nur etwa 180km über Naturstrasse in Richtung “Khayrgas nuur” – Einer der grösseren Seen der Mongolei. Auf dem Weg dorthin fährt man durch Wüstengebiet. Zum Glück hatten wir keine Probleme mit unserem Wagen: In diesem Fall wäre man ziemlich aufgeschmissen! Am See angekommen nahmen wir erstmals ein Bad im kristallklaren Wasser! Endlich! Diese Erfrischung hatten wir alle dringend nötig! Danach stellten wir unser Zelt auf! Jedoch begann kurz darauf ein heftiger Wind zu wehen, der unsere Zelte sofort bezwang. Somit mussten wir mittels einer spektakulären Aktion die Zelte retten und im Wagen Schutz suchen. Dank der mongolischen Gastfreundschaft haben wir aber eine Ger für die Nacht gefunden Smiley 

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Durch die karge Wüstenlandschaft der Mongolei
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Eine Kamelkaravane – Fotoshooting musste sein!
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Khayrgas nuur!! Kristallklares (Salz-)Wasser

Wir nähern uns immer weiter unserem eigentlichen Ziel: Altai Tavan Bogd! Das höchste Gebirge der Mongolei!

Mongolei: Die Tour beginnt!

Um 9 Uhr ging es los. Auf meiner Tour begleiten mich 2 Belgierinnen und 2 Kanadier. Wir verstehen uns gut, obwohl ich weitaus der jüngste bin!

Nach etwa 10 Minuten Fahrt befindet man sich in der Mongolei nach dem Verlassen der Hauptstadt in der absoluten Pampa. Das wiederspiegelt sich auch in der “Strasse”, die eigentlich nicht mehr vorhanden ist! Off-Road ist angesagt. Unser Gefährt sieht zwar Scheisse aus, ist aber ein technisches Wunderwerk aus der Sovjetunion: Nichts kann diesem Gefährt etwas anhaben!

Am ersten Tag fahren wir knapp 400 Kilometer in die alte Hauptstadt der Mongolei. Dort schauen wir uns nach dem Beziehen unseres Ger-Camps ein buddhistisches Kloster an.
Am nächsten Tag fahren wir wiederum etwa 400 Kilometer zu dem “White Lake”. Dort verbrachten wir 2 Nächte. Wunderschöne Szenen! Am zweiten Tag ritten wir ein Pferd zum nahegelegenen Vulkan! Meine Kronjuvelen haben sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht davon erholt Zwinkerndes Smiley Aber ich hatte das Pferd ziemlich gut im Griff, da lag auch zwischendurch ein Galopp drin!! Auch am White Lake wohnen wir in dem traditionellen Nomadenzelt, einem Ger (auch als Jurte bekannt)!

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Unser Ger

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Im buddhistischen Kloster: Die meisten wurden von den Sovjets zerstört!DSC01053
Irgendwo im Nirgendwo
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Irgendwo im Nirgendwo II – YES, endlich mal wieder ein paar Meter Asphalt
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White Lake
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Vulkankrater
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Unser Gefährt

Die Natur der Mongolei ist unglaublich schön! Die Weite ist unbeschreiblich, man befindet sich die meiste Zeit im Nirgendwo!
Das Essen schmeckt mir fantastisch: Fleisch, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Teigwaren!!

Mal schauen, wohin uns die Tour als nächstes führt!

Korea: Letzte Tage und Ankunft in der Mongolei

Am nächsten Tag hat es tatsächlich geklappt! Hong hat mich per Facebook kontaktiert, und so trafen wir uns an der Haeundae Metro Station. Da wir beide zu faul waren, auf den Bus zu warten, nahmen wir ein Taxi. Es dauerte etwa 20 Minuten und kostete umgerechnet 6.-!! Dort trafen wir noch ein paar Kolleginnen von Hong, die alle in Südkorea Englischlehrerinnen sind. Nach einem kurzen Fussmarsch kamen wir zu der atemberaubenden Tempelanlage (leider weiss ich den Namen nicht mehr).
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Am nächsten Tag sollte es auch schon wieder nach Seoul gehen. Nach 6 Stunden Zugfahrt kam ich dort an und ging sofort ins Bett. Am nächsten Morgen musste ich um 5 Uhr aufstehen, um an den Flughafen Gimpo zu gehen. Von dort aus flog ich nach Peking, wo ich 6 Stunden Aufenthalt hatte. Aus diesen 6 Stunden wurden schlussendlich 8…
Am Flughafen Chinggis Khan gings ohne Probleme durch die Passkontrolle – der Beamte bemerkte den Druckfehler auf dem Visum nicht!
Ich wurde von meinem Guesthouse abgeholt, aber bevor wir dort ankamen, wurde ich vom Fahrer gleich bei sich zu hause zum Essen eingeladen!! Der Verkehr in der Mongolei gleicht dem in Vietnam: Das totale Chaos, Anarchie auf der Strasse!
Ulaanbaatar erinnert an einen Western, der in einer alten Sovjet-Stadt stattfindet! Im Guesthouse angekommen, entschliesse ich mich, nicht die Tour in den Süden und Norden zu machen, sondern die in den weit “untouristischeren (wenn man das in der Mongolei überhaupt sagen kann)” Westen.

Morgen soll es losgehen: Ich bin gespannt!!

PS: Von nun an bin ich vom Internet grösstenteils abgeschnitten! Ich werde die Beiträge mit dem Datum des Erstellens markieren, jedoch werden sie verspätet hochgeladen!

Korea: Haeundae Park und Altbekanntes ;-)

…Das Wetter hat natürlich nicht mitgespielt: Trübe und Wolken, die nach starkem Regen aussahen. Deshalb habe ich meinen ursprünglichen Plan, an den Strand zu gehen, über Bord geworfen und bin stattdessen in den danebenliegenden Park. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, was dort zu sehen war, aber da ich keinen anderen Plan hatte, marschierte ich einfach Mal los.
Der Park war eine nette Abwechslung. Viel Grün und eine um die Halbinsel gehende Joggingbahn. Ich ging aber zuerst auf dem der Küste entlang gehenden Holzpfad. Dort fand ich eine schöne Szene mit einer dänischen Meerjungfrau-Skulptur. Wie diese den Weg nach Korea gefunden hat, habe ich nicht herausgefunden…
Danach ging ich weiter, bis ich an die Spitze der Halbinsel gelangt bin. Dort gab es den obligaten Leuchtturm und einen speziellen Stein, in dem man alte Schriftzeichen erkennen konnte.
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Danach bin ich auf den Berg heraufgewandert (in den Badelatschen, wohlgemerkt) und kam zu einer Statue. Nebenan war ein schöner Tempel. Nachdem ich das ganze angeschaut, und aus allen Winkeln fotografiert hatte, machte ich eine kurze Rast vor dem Abstieg.
Danach war ich so müde, dass ich ins Hostel ein wenig Energie tanken gehen musste.
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Am Abend wollte ich in den einzigen Punkrock/Metal Club der Stadt. Zuerst mit der Metro, dann zu Fuss. Ich hatte aber nicht wirklich eine Ahnung, wo es durchging. Als ich schon aufgeben wollte, sprach mich ein langhaariger Koreaner (mit dem Namen ‘Hong’) an, ob ich denn wisse, wo es zum “Club Realize” ging. So machten wir uns gemeinsam auf die Suche, bis wir es dann endlich fanden. Im Club fand gerade ein Hardcore Konzert statt – Ziemlich laut, ziemlich gut! Lokale Bands: War sehr interessant, Altbekanntes in einem anderen Kulturkreis zu erleben. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei!! Danach gingen wir noch einen Strand und tranken reichlich Soju, den berüchtigten koreanischen Reisschnaps.
Somit habe ich heute überhaupt nichts gemacht, da es recht spät wurde.

Morgen will mir Hong einen gut versteckten Tempel zeigen! Ich hoffe es klappt!