Vietnam Tag 5/6 – Sa Pa und Umgebung

Mit dem Nachtzug geht es also in Richtung Lao Cai, wo uns am nächsten Morgen ein Bus abholen soll. Geplant und gebucht sind zwei Nächte bei Einheimischen zu verbringen.
Bei der Fahrt zum Bahnhof merken wir, warum wir fast keine Touristen gesehen haben. Diese sitzen alle in der Innenstadt, wo man in den Strassen mehr Europäer als Asiaten sieht. Zum Glück konnten wir dem entfliehen.
Am Bahnhof bekommen wir die Zugtickets und werden vom Guide zum falschen Perron gebracht. Dies bemerken wir schnell und fragen einen Zugbegleiter nach dem Weg. Wir kaufen auf dem Perron noch zwei Bier und steigen in den Zug ein. Die Zugbegleiterin ist schlecht gelaunt und ist eine grässliche Giftspritze! Wir finden dennoch unser Abteil, und wir sind gespannt, wer mit uns Reisen wird. Zur Tür herein kommen 3 Vietnamesen, 2 Frauen und ein kleiner Junge. Spannend! Im Zug finden wir ausserdem heraus, dass dies der einzige Ort in Vietnam ist, wo Rauchverbot herrscht. Wir sind 8 Stunden gefangen…
Der Zug fährt los, ich nehme nach 5 Minuten eine Reisetablette – Man wird fast vom Bett geschleudert! Das kann ja heiter werden. Der Junge ist fasziniert von Marcels Handy und spielt eine Runde damit!

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Im Zug zusammen mit Einheimischen!

Wir schlafen wenig, trotzdem kommen wir etwa um 6 Uhr an. Wir steigen aus und finden draussen gleich den Bus, der uns nach Sa Pa bringt. Schon während der Fahrt sehen wir die wunderschönen Reisterrassen. Die Reisetabletten mitzunehmen war eine gute Idee.
Nach einer Stunde fahrt kommen wir in Sa Pa an. Das Wetter ist nicht berauschend: Nebel und Regen, trotzdem warm. Wir können in einem recht luxuriösen Hotel frühstücken. Nachher werden wir unserem Privat-Guide vorgestellt und werden mit einem Privatbus aus Sa Pa gekarrt. Nach etwa 30 Minuten Fahrt steigen wir aus und laufen los. Wir wussten nicht, dass für uns ein Guide, geschweige denn eine Trekkingtour geplant ist. Der Nebel lichtet sich und wir haben eine Aussicht, die sich nur schlecht in Worte fassen lässt. Vietnams Natur ist unglaublich. Die Reisterrassen sind unbeschreiblich schön. Seht selbst:

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Wir schleppen übrigens unser ganzes Gepäck mit, ungefähr 17 Kilogramm pro Person. Die Wanderzeit beträgt etwa 3 Stunden. Etwa in der Hälfte gibts Lunch. Etwas später treffen wir auf Wasserbüffel, die friedlich am Wegrand grasen.

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Wasserbüffel auf dem Weg zur Gastfamilie!

Als wir bei unseren Gastgebern ankommen, gibt es erstmal Grüntee. Die Aussicht von dem Haus ist gewaltig. Wir befinden uns in einer sehr armen Gegend, das Haus ist verhältnismässig gross, mit extra Anbau für die Gäste.

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Die Aussicht, die wir beim Essen haben

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Der Anbau für die Gäste

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Hier drin kocht die Familie – Geschlafen wir unter dem Anbau, auf einer nur mit Tüchern abgegrenzten Matratze

Es ist noch relativ früh, also gehen wir in den Fluss baden. Unser Gastgeber meint, dass es keine Krokodile hat. Wir glauben ihm Zwinkerndes Smiley Wir sind tropfnass vom Wandern (das T-Shirt könnte man auswringen), somit kommt die Abkühlung gelegen! Nach dem Baden spielen wir eine Spiel. Die Regeln haben wir bis zum Ende noch nicht ganz begriffen, unser Guide ist jedoch Profi in diesem Spiel. Mit seiner Hilfe gewinne ich gegen den Gastgeber. Es ist eine Art Schach, gemischt mit Mühle.

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Eine Art Schach, das wir auf einem improvisierten Spielbrett spielen

Nach der Partie kehren wir zum Haus zurück, wo es bald das Nachtessen geben wird. Frühlingsrollen, Tofu, Kürbis, Chilisauce, Rind, Gemüse und natürlich: Reis! Gegessen wird draussen, die Aussicht ist gut und das Essen ist köstlich. Die Stäbchen-Ess-Technik wird mit Hilfe vom Guide verfeinert. Dazu gibt es Reiswein, der es jedoch in sich hat: 35 Volumenprozent. Wir trinken gemeinsam mehr als eine Flasche, bis der Gastgeber kapituliert und es somit für die Anderen auch nichts mehr gibt. Während dem Trinken bringen uns die Einheimischen ein paar Brocken Vietnamesisch bei. Am wichtigsten natürlich der Trinkspruch: “Chué sué khoe”. Wir lassen uns die verschiedenen Bergvölker erklären, sprechen über die Unterschiede zur Schweiz und diskutieren hin und her. Bedenke: Nicht alle verstehen die englische Sprache. Die Atmosphäre ist super, das Erlebnis ist einmalig – Wir sind hin und weg! Wir feiern bis etwa 23 Uhr, dann ist schlafen angesagt, denn am nächsten Morgen sollen wir wieder Trekken gehen.

Am nächsten Morgen werden wir geweckt, es soll bald Frühstück geben. Der Kopf tut weh – Der Gastgeber beneidet mich um meine Kopfschmerztabletten – Ich gebe ihm eine ab. Er schluckt sie ohne Wasser. Ok. Zum Frühstück gibt es Reis und Schweinefleisch. Das Fleisch ist frisch, manchmal hat man noch ein Schweinehaar im Mund… Gewöhnungsbedürftig, aber man soll ja nicht jammern: Wir sind bei Einheimischen zuhause, die extra für uns kochen!

Später laufen wir los. Der Tourguide weiss nicht, wo es durchgeht. Er lächelt und liest Spuren im Boden. Durch die Reiseberge jagt er uns auf und ab, wir sind schon nach einer Stunde völlig fertig. Der Weg ist ca. 20cm breit, daneben fällt man 2 Meter von einer Reisterrasse. Aufpassen, denn manchmal ist es ganz schön sumpfig!

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Meine Schuhe – Noch nicht am Ziel

Wir verirren uns halbwegs in den Reisbergen, der Tourguide hat keine Ahnung, also laufen wir mal quer durch einen knietiefen Fluss. Wir wollten Abenteuer – Wir haben es bekommen! Die Schuhe sind jedenfalls wieder sauber!
Als wir eine normale Strasse finden, sind Marcel und ich von oben bis unten schweissnass! Die Sonne ist gnadenlos, ich hole mir einen leichten Sonnenbrand. Wir sind am Ende, ich sage unserem Guide, er solle Roller organisieren. Er nimmt das Telefon hervor.

Wir können uns den Rückweg also sparen. Wir warten in einer total heruntergekommenen Hütte auf unsere 2-Rad-Taxis. Es bricht uns das Herz: In der Hütte wohnt ein junges Paar mit einem 2 Monate alten Baby. Armut hautnah! Wir kaufen ein Getränk ab.

Roller kommen, wir steigen auf. Kein Helm, der auf unseren Kopf passt, also ohne! Die Fahrt ist ein Abenteuer für sich: Was in Vietnam als Strasse gilt, würde in der Schweiz als Bergwanderweg gelten. Halbmeter tiefe Schlaglöcher, grosse Gesteinsbrocken, riesige Schlammpfützen: Alles kein Problem für vietnamesische Rollerfahrer! Während der Fahrt verabschiede ich mich schon von den Lebenden, aber siehe da: Wir kommen ohne Kratzer am Ziel an. Heute kommen noch zwei Pärchen, die eine Nacht im selben Haus schlafen. Wir sind gespannt auf den heutigen Abend!

Grüsse
Damian und Marcel

Vietnam Tag 4 – Ein gemütlicher Tag in Ha Noi

Heute steht nichts auf dem Programm. Am Abend soll unser Zug nach Lao Cai fahren, so dass wir die Gelegenheit haben, Ha Noi ein wenig besser kennenzulernen. Ich bin um 9 Uhr wach, Marcel schläft bis 10.30h. Da wir um 12h auschecken sollen, machen wir uns fertig und sind Punkt 12 unten an der Reception. Dank unserem Rattenvorfall (oder aus welchen Gründen auch immer) dürfen wir aber unser Zimmer bis zu unserer Abreise noch gratis benützen. Wir legen also unser Gepäck zurück ins Zimmer und machen uns auf den Weg durch die Stadt. Nach einigen Metern werden wir von einer Studentin angehalten, die unsere Gutmütigkeit ausnützt und uns 11$ abknöpft! Diese sollen Menschen mit einer Behinderung helfen. Ob das Geld wirklich dort ankommt, sei dahin gestellt. Jedenfalls gehen wir weiter und geniessen das bisher beste Essen unserer Reise: Marcel bestellt gebratenen Reis mit Shrimps, ich esse eine Nudelsuppe mit Rind. Wir sind begeistert, das Stäbchenessen funktioniert schon recht gut! Dazu trinken wir hausgemachten Eistee. Zuerst einen mit Zitrone, dann bringt der Kellner noch einen falschen, nämlich einen mit Erdbeer Geschmack. Dieser schmeckt uns noch besser. Witzig ist, dass niemand in dem Restaurant ein Wort Englisch spricht. Die Verständigung mit Händen und Füssen klappt jedoch prächtig. Der Kellner ist begeistert, er sieht wohl selten Touristen, so dass er mit seinem Handy Fotos von uns macht. Wir machen natürlich auch noch ein Foto mit ihm Zwinkerndes Smiley

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Das Essen –Es war saumässig gut!

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Marcel und unser Kellner

Das Rauchen in Vietnam ist übrigens im Hotel, in den Restaurants und überhaupt (fast) überall gestattet. Vietnam 1 – Schweiz 0

Am Nachmittag setzen wir uns in ein Strassencafe und vertreiben uns dort die Zeit. Wieso auch nicht? Die Kellnerin bringt uns unaufgefordert Bier und eine Stange kostet sagenhafte 45 Rappen! Was will man mehr?
Überall wo wir hingehen, ziehen wir die Blicke auf uns – Wir bewegen uns in einem Quartier, in dem wir nur eine Handvoll andere Touristen sehen. Wir sind im Durchschnitt ca. 20cm grösser als ein Vietnamese. Alle sind fasziniert von meinem Bart, wollen ihn anfassen, vergleichen mich mit Ho-Chi-Minh. Cool! Marcel wird auf seine 14mm Ohrenlöcher angesprochen, das sehen die Einheimischen sicher auch nicht alle Tage Smiley mit geöffnetem Mund

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Ich in dem netten Strassencafé

Auf dem Rückweg kaufen wir uns noch Spiesschen-Sandwiches. Wir finden nicht heraus, um was für Fleisch es sich gehandelt hat, aber jedenfalls war es köstlich.

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Zuerst frisch anbraten, dann ins getoastete Brötchen!

Jetzt geht es in Richtung Bahnhof (Ga Ha Noi).

Tschüss
Damian&Marcel

Vietnam Tag 3 – Ha Long Bucht

Endlich die erste Nacht in einem richtigen Bett nach einer langen Reise. Kurz vor dem Einschlafen bemerken wir ein Rascheln hinter dem Vorhang. Nach längerem Hinschauen bemerken wir den Schatten einer Ratte. Pfui! Marcel sieht dann schliesslich, dass sich die Ratte in unserem Zimmer befindet und nicht vor dem Fenster!! Schon ist der Traum von ruhigem Schlaf geplatzt! Nach einem Mitternachtssnack (Zigaretten und Bier) finden wir trotzdem ein wenig Schlaf!
Am Morgen läutet um 7.00h der Wecker. Heute steht ein Tagesausflug in die Ha Long Bucht auf dem Programm! Uns erwartet ein Frühstück bestehend aus Spiegelei, Bananen, Lychees und Brot. Lecker!
In unserem Kombipacket (Sa Pa, Hotel und Zugfahrt nach Hué) ist auch eine Tour in die Ha Long Bucht enthalten, somit wollen wir diese heute besuchen, auch wenn das ursprünglich nicht geplant war!
Jedenfalls holt uns um etwa 8.10h ein Bus, gefüllt mit koreanischen Touristen, ab! Die Fahrt soll etwa 3.5 Stunden dauern, so dass wir uns auf eine langweilige Fahrt eingestellt haben! Denkste! Was für ein Abenteuer:

Der Busfahrer (sowie alle anderen vietnamesischen Verkehrsteilnehmer) hat offensichtlich Selbstmordgedanken! Ich versuche mal die vietnamesischen “Verkehrsregeln” zu erklären:
1. Auto ist stärker als Roller, Roller ist stärker als Fussgänger!
2. Jegliche Verkehrsregeln werden durch die Hupe ersetzt: Willst du überholen, hupst du! Ist etwas im Weg, hupst du! Fährt etwas zu langsam, hupst du! Usw…
3. Die Höchstgeschwindigkeit wird durch den Motor bestimmt.
4. Verkehrsschilder (Linien am Boden, Ampeln, usw) werden ignoriert! Siehe Regel 2 Zwinkerndes Smiley

5. Wenn es dunkel ist: Entweder hast du kein Licht, oder Flutlicht!

Wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Fahrt äusserst spannend, aber auch Adrenalin pur! Überholmanöver über die doppelt ausgezogene Linie, während uns ein Lastwagen mit Höchstgeschwindigkeit entgegenkommt. Roller, auf denen 4 (vier) erwachsene Personen ohne Helm sitzen! Ein ohrenbetäubendes Hupkonzert. Lastwagen, die mitten auf der Strasse parkiert sind… Die ganze Fahrt studieren wir das Geschehen und hoffen, dass unser Fahrer weiss, was er tut!
Etwa in der Hälfte stoppen wir, um etwas zu trinken und uns Souvenirs zu kaufen. Diese werden von Personen mit Handicap gemacht.

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Skulptur, die man kaufen könnte. Wir fragen uns, wie man die transportieren würde Zwinkerndes Smiley

Der ältere Mann, bei dem wir die ultimativ süsse Fanta kaufen, hat keine Arme. Trotzdem nimmt er unser Geld entgegen – Faszinierend und traurig zugleich!

Nach noch einmal etwa 1.5 Stunden halsbrecherischer Fahrt kommen wir in Ha Long City an. Nach etwa 10 Minuten Wartezeit können wir unsere Dschunke betreten und wir tuckern in sssehr gemütlichem Tempo in Richtung der schon von weitem imposanten Gesteinsformationen.

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Die Ha Long Bucht kommt immer näher!

Wow! Schon jetzt sind wir froh, dass wir diese Tour machen! Die Eindrücke lassen sich nicht in Worte fassen, das muss man schon live gesehen haben! Einfach eine traumhafte Kulisse, und gar nicht so viele Touristen wie erwartet. Unterwegs hat es noch ein wenig geregnet, aber als wir unser Boot betreten, brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel.
Unseren ersten Halt machen wir bei einem schwimmenden Fischerdorf – Unglaublich, dass die Leute hier das ganze Jahr lang leben!

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Das schwimmende Fischerdorf

Hier kauft unsere Crew frisches Meeresgetier, das wir dann anschliessend auf dem Boot verspeisen.

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Das Mittagessen – Unglaublich gut und frisch!

Mit uns am Tisch sitzen zwei Koreanerinnen und ein Australier. Die Koreanerinnen amüsieren sich köstlich ab unseren Stäbchen-Ess-Fähigkeiten. Es klappt zwar recht gut, aber sie sind uns klar überlegen Smiley mit geöffnetem Mund

Nach dem Essen erfahren wir, dass wir noch Kayak fahren gehen dürfen. Zu zweit setzen wir uns hinters Ruder, rammen fast eine ankommende Dschunke. Was folgt ist aber das High-Light des Tages. Schaut selbst, wo wir durchgepaddelt sind:

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Wir peilen die Höhle an, die man etwa in der Mitte des Bildes sieht!

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Cool, man kann hindurch fahren…

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Nach der Höhle kommen wir in eine atemberaubende Szenerie: Eine Bucht, die nur durch die Höhle zugänglich ist. Ringsum sind steile Felswände.

Fürs Kayakfahren gibt es übrigens keine Instruktion: Schwimmweste fassen und los geht’s Zwinkerndes Smiley
Wir paddeln etwa 30-40 Minuten kreuz und quer durch das Wasser. Tropfnass und völlig vertrocknet legen wir wieder bei dem Fischerdorf an, wo wir von einer Frau eine frische Kokosnuss kaufen, die wir mit einem Strohhalm ausschlürfen! Super gut und erfrischend!

Danach tuckern wir wieder durch die Ha Long Bucht. Uns wird gesagt, dass wir noch eine Höhle anschauen gehen. Ok.
Während der Fahrt staunen wir über die gewaltigen und wunderschönen Felsen im Wasser.

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Etwa so ein Boot haben wir auch!

Endlich kommen wir bei der Höhle an. Die Höhle ist gigantisch gross, und wir werden regelrecht gesteamt. Wir sind Tropfnass. Der Besuch hat sich jedoch gelohnt.

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Das Tor zum Himmel in der Höhle.

Nachdem uns unser Guide jeden einzelnen Stein der Höhle beschrieben hat, tuckern wir wieder nach Ha Long City, wo unser Bus schon wartet.
Es folgt die gleiche, halsbrecherische Fahrt nach Hanoi…Diesmal bei Nacht, wo wir andauernd von Flutlicht geblendet werden. Marcel nimmt Kopfschmerzpillen… Zwinkerndes Smiley

Im Hotel angekommen, kommen wir zur Tür herein und sehen drei Ratten durchs Zimmer flitzen. Die Mistviecher kommen irgendwie durch ein nicht gut verdichtetes Fenster rein! Unsere Haribo Goldbären sind angeknabbert. Igitt. Wir gehen an die Reception und weisen den Chef persönlich auf unser Rattenproblem hin. Sofort bekommen wir ein rattenfreies, kühleres Zimmer! Der Chef hat wirklich super reagiert.

Danke fürs Lesen – Es ist nun 23.47h. Ich weiss nicht, ob wir in den nächsten Tagen Internetverbindung haben werden, da wir morgen Hanoi verlassen und uns in ein neues Abenteuer stürzen. Somit müsst ihr euch vielleicht ein wenig gedulden!

Grüsse aus Hanoi
Damian&Marcel

Vietnam Tag 1/2 – Bye Bye Schweiz, Hallo Vietnam

Am 02.07.2012 läutet der Wecker um 5.00h. Die Reise mag beginnen: Mit dem Auto werden wir freundlicherweise auf Zürich an den Flughafen gestellt. In strömendem Regen fahren wir durch den stockenden Verkehr, kommen aber frühzeitig um 08.45h am Flughafen ZRH an! Der Flug mit Singapore Airlines geht um 11.45, so dass wir uns nach dem problemlosen Check-In in ein Fumoir zurückziehen und dort Zeit tot schlagen.

Pünktlich begeben wir uns zu unserem Gate, wo ich meine Reisetablette mit einem halben Liter Wasser einnehme – Ein Fehler, wie sich herausstellen wird: Als wir im Airbus A380 platzgenommen haben, und die Maschine in Richtung Startbahn rollt, muss ich so dringend auf die Toilette, dass ich das Gefühl habe, gleich sterben zu müssen! Natürlich dürfen wir uns nicht mehr vom Platz wegbewegen, da der Vogel schon in Bewegung ist. Ich halte es fast nicht mehr aus, so dass ich beschliesse, dennoch aufzustehen. Ein Flightattendant weist mich aber wütend an den Platz zurück! Es kommt noch schlimmer: Das Flugzeug kommt zum stillstand, da es ein- und ausgehende Flüge abwarten muss… Aufstehen darf ich immer noch nicht! Nach 30 Minuten “fast in die Hose machen”, kommt schliesslich die erlösende Durchsage: “Wir haben Verspätung und müssen 10 Minuten warten”. Ich hechte zur Toilette und kann mich endlich von dem Druck befreien!

Ansonsten kamen ich und mein Reiseparter Marcel zum Schluss, dass Singapore Airlines in allen Belangen nicht zu toppen ist. Zuerst fielen uns selbstverständlich die Stewardessen auf, von welchen eine schöner war als die Andere! Das Essen, der Service, das Entertainment – Ein Traum! Trotz all dem machten uns die 12 Stunden Flug ganz schön zu schaffen!

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Die Verpflegung (das Frühstück!) im Flugzeug.

Um 6.40h Ortszeit kommen wir schliesslich in Singapur an, wo wir 3 Stunden auf unseren Anschlussflug warten müssen. Wir decken uns mit Bier ein und geniessen den wunderschönen Flughafen.

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Kulisse am Flughafen Singapur.

Im Flugzeug nach Hanoi finden Marcel und ich schliesslich ein wenig (halb-) Schlaf. Neben mir schläft ein vietnamesisches Kind, welches seinen Kopf auf meine Schulter legt – Herzig!
Ich werde von Marcel pünktlich zum Essen aus dem Halbschlaf geweckt, den Rest der Reise bekomme ich nicht mit – Ein wenig Rast muss sein, denn der Tag hat gerade erst angefangen!

Um ca. 12.00h Ortszeit kommen wir schliesslich in Hanoi an. Das Thermometer zeigt 36°, Luftfeuchtigkeit: 90%. Deftig! Die Passkontrolle erweist sich als sehr langwierig – Wir haben aber auch den langsamsten Schalter aller Zeiten erwischt! Mit Freuden können wir feststellen, dass es unser Gepäck auch bis nach Vietnam geschafft hat!
Beim Ausgang werden wir gleich von einem Taxifahrer angesprochen, mit dem wir einen Deal aushandeln – In einem modernen Wagen werden wir nach Hanoi gefahren…Unser Hotel, das ich aus dem Internet herausgesucht hatte, ist natürlich voll – Der Besitzer steigt aber gleich zu uns ins Taxi und kommandiert den Fahrer an eine andere Adresse. Das Hotel gehört auch ihm. Wir bekommen ein recht gutes Zimmer und der Hotelier, ein tüchtiger Geschäftsmann, hilft uns, den weiteren Verlauf unserer Reise zu planen: So handeln wir mit ihm, und schliesslich organisiert er uns den Aufenthalt (bei Einheimischen) in Sa Pa, sowie einen Tagesausflug in die Ha Long Bucht. Wir können das Angebot nicht ausschlagen Zwinkerndes Smiley 

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Unser Hotelzimmer.

Nachdem wir Geschäfte gemacht haben, schlendern wir noch ein wenig durch die umliegenden Gassen. Wir decken uns mit Wasser und Zigaretten ein. Wahnsinn, ein Päckli kostet 1.20CHF! Nachdem wir etwa 10 Mal fast von einem Roller angefahren wurden (ja, der Verkehr ist in der Tat tödlich, wie auch faszinierend), nehmen wir an einer Strassenküche platz und haben unsere erste vietnamesische Mahlzeit. Nudelsuppe mit Fleisch. Ich nehme Rind, Marcel nimmt Huhn: Köstlich! Mit den Stäbchen zu essen, müssen wir aber noch ein wenig üben!

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Lecker: Nudelsuppe mit Rind! Kostenpunkt: 1.50CHF

Es ist nun 18.00h. Wir sind wieder im Hotel und erholen uns von diesen anstrengenden zwei Tagen: Wir sind nun schon über 30 Stunden wach und unterwegs!

Danke fürs Lesen: Wir halten euch auf dem Laufenden!

Gruss

Damian und Marcel

Vietnam: Tag 0 – Der Masterplan

Bald ist es so weit. Ein Kollege und ich fliegen für 3 Wochen nach Vietnam. Für uns beide ist es die erste “grosse/weite” Reise. Für mich ist sie ausserdem ein Testlauf, da ich in den nächsten Monaten weitere Reisen in exotische Länder unternehmen werde!

Der Plan sieht so aus:

  • Flug nach Hanoi (Mit einem kurzen Stopp in Singapur)
  • Sa Pa
  • Ninh Binh
  • Hué
  • Hoi An
  • Phan Rang
  • Saigon
  • Flug nach Zürich (Wieder mit einem kurzen Stopp in Singapur)

Selbstverständlich ist der Plan nicht fix, sondern wird während der Reise eventuell nach Lust und Laune abgeändert. Die Ha Long Bucht haben wir übrigens bewusst nicht in unseren Plan aufgenommen, da wir Ninh Binh als weniger touristische Alternative eingeplant haben. Viele haben die Ha Long Bucht als Enttäuschung erlebt, weshalb wir sie bewusst auslassen und so bei unserer eher knapp bemessenen Zeit etwas Zeit sparen können!

Gebucht haben wir nur die Flüge hin und zurück (mit Singapore Airlines), sowie eine Reisekrankenversicherung. Den Rest werden wir vor Ort organisieren.
Wir mussten, da es wie gesagt die erste grosse Auslandreise ist, noch einen Pass machen und die Impfungen auffrischen.

Soviel mal zu unserem Masterplan – Ich werde so oft wie möglich Berichte während unserer Reise veröffentlichen! Wenn wir wieder zuhause sind, werde ich noch ein Video online stellen, das unsere Reise zusammenfassen soll Zwinkerndes Smiley

Der Flug geht am Montag, so könnt Ihr den nächsten Beitrag am Dienstag erwarten, dann sind wir in Hanoi angekommen!

Damian