Taiwan: Jiufen, heisse Quellen und Taichung

Am Montag gingen Vivi und ich zu einem Mausoleum. Es war wunderschön und die Geschichte interessant. Da hier alles in Chinesisch läuft, verstehe ich meistens Bahnhof und kann mich nicht an die Namen erinnern. Beim Mausoleum sahen wir uns den Sonnenuntergang an. Danach gingen wir zum berühmten Taipei 101, dem höchsten Bürogebäude der Welt. Dort hatte ich wohl das beste Essen, das ich jemals probiert habe: Xiaolongbao (kleine Dumplings) im Restaurant Din Tai Fung, das schon mehrere Auszeichnungen bekommen hat, darunter auch einen Michelin Stern! Leider konnten wir nicht auf den Turm rauf, da wir etwas spät dran waren…DSC00491
DSC00497

Das Mausoleum mit Sonnenuntergang
DSC00502
Der Taipei 101 bei Nacht!

Am Dienstag gingen wir nach Jiufen, nördlich von Taipei in den Bergen gelegen! Ein Freund von Vivi – er nennt sich Stone – hat uns begleitet, da er früher dort gewohnt hat. Es war eine lange Anfahrt, zuerst mit der Metro, dann mit dem Bus! Im Bus haben wir noch eine koreanische Touristin kennengelernt, die mich in Korea zu sich einladen will! Hoffe das klappt: Es ist immer gut, Einheimische zu kennen Smiley Der Aufwand hat sich aber gelohnt. Nachdem wir eine Weile durch die alte Strasse geschlendert hatten (es gibt nur 2 Strassen dort), besuchten wir einen alten Freund von Stone. Auch dort wurden wir wieder mit der überwältigenden taiwanesischen Gastfreundschaft empfangen: Tee und gratis Postkarten! Danach gings zu einem abgelegenen Aussichtspunkt! Der Wahnsinn! Unterwegs assen wir wieder einmal ein paar Köstlichkeiten. Ich habe keine Ahnung, was die Taiwanesen in ihr Essen mischen, aber jedenfalls schmeckt es (zu 99% Smiley mit herausgestreckter Zunge ) ausgezeichnet. Zum Schluss wanderten wir noch geschätzte 300 Höhenmeter zu einem alten (durch die Besetzung japanischen) Tempel!
DSC00514
DSC00513
DSC00526
DSC00561
DSC00560
Impressionen aus Jiufen

Nach Jiufen gingen wir wieder nach Taipei zurück, wo wir noch ein paar Bierchen geschnappt haben.
Am Mittwoch sollte es schon nach Taichung gehen. Bevor Vivi und ich den Bus nahmen, wollte sie mir noch unbedingt die heissen Quellen zeigen. So gingen wir noch in ein Spa, wo wir ein wenig im 43°C warmen Wasser schmorten!

DSC00577
Nachher nahmen wir den Bus, mit dem wir nach 2.5 Stunden unfallfrei ( Zwinkerndes Smiley) nach Taichung, Vivis Heimatstadt, kamen. Nachdem wir nach einer halben Stunde auch endlich mein Hostel gefunden hatten, gingen wir per Roller noch auf einen Nachtmarkt. Dort gabs zur Begrüssung erst mal einen frittierten Hühnerfuss! Tönt Scheisse, ist aber gar nicht so übel!

Es ist nun 2 Uhr morgens, und in diesem Sinne: 晚安 (Gute Nacht!)

Ankunft in Taiwan: Shilin und Danshui

Mit 1 Stunden Verspätung traf ich in Taipei, Taiwan ein! Am Flughafen ging es problemlos durch die Immigration, bevor mich meine Reisepartnerin Vivi mit einem Schild in der Ankunftshalle empfangen hat. Sie ist Taiwanesin, studiert Erziehungswissenschaft und Deutsch. Keine Ahnung, woher sie wusste, dass ich nach Taiwan kommen würde, jedenfalls hat sie mir auf Facebook eine Nachricht geschickt, und nach einigem Hin und Her hat sie beschlossen, mit mir durch Taiwan zu reisen.

Mit einem Bus ging es dann für 2 Stunden in Richtung Innenstadt. Unser Bus war natürlich schon fast wieder in einen Unfall verwickelt, der nur durch eine Vollbremsung verhindert werden konnte! Das fängt ja toll an!
Bei der Main Station hatten wir keine Ahnung, wie wir unser Hotel finden würden. Meine Kartenlesekünste und Vivis Chinesisch hat uns dann trotzdem nach einiger Zeit zum Ziel gebracht.
Nach einer erfrischenden Dusche gingen wir mit einem Kollegen von Vivi an ein Konzert mit taiwanesischer Musik. Etwas seltsam war es, aber auf jeden Fall eine spannende Erfahrung. Danach gingen wir auf den Shilin – Nachtmarkt. Dort probierte ich jede Menge taiwanesische Spezialitäten, die 1000x besser schmecken als sie sich anhören:

DSC00408
Schweineblut-“Kuchen” – Tönt eklig: Schmeckt lecker!
DSC00409
Darfs ein Gänsekopf sein, oder doch lieber ein Fuss?

Gänseköpfe, Schweineblut, Schweinedarm, frittierte Wachteleier und alles was das Herz begehrt. Und es schmeckt alles köstlich! Auf dem Markt herrscht ein riesen Chaos – Taiwanesen verbringen auf so einem Markt einen normalen, gemütlichen Abend.
Danach ging es nach Hause, es war mittlerweile auch schon wieder Mitternacht!

Am nächsten Morgen musste ich einen Sack Wäsche machen. Zum Glück hat es hier eine Waschmaschine. Nach einem Powernap gingen wir los in Richtung Danshui. Dort schlenderten wir durch ein wunderbares Sumpfgebiet.

DSC00416
Der Boden ist voller roter, kleiner Krebse

Auf unserer Wanderung treffen wir auf ein kleines Pub für Einheimische, die gerade Karaoke singen. Wir setzen uns zu ihnen und ich nehme ein Taiwanbier. Vivi bringt mir ein paar Brocken Chinesisch bei. Ich bin gar nicht so übel Smiley
Nachher gingen wir in Richtung Danshui – einem Hafenquartier – als es plötzlich zu Schütten anfing. Unter einer Brücke, gleich bei der Metrostation Danshui, fanden wir Unterschlupf! In der Nähe fanden verschiedene Performances statt, wir gingen aber in Richtung Hafen, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Leider war es recht Bewölkt, weshalb wir nicht den ganzen gesehen haben.
DSC00466

Nachher gingen wir ins Hostel zurück, wo ich chinesische Schriftzeichen zu schreiben übte. Vivi war begeistert, sie hält mich für sehr talentiert.

Was mir bis jetzt in Taiwan am besten gefällt, sind die Leute. Es ist unglaublich, wie freundlich und glücklich die Menschen hier sind. Dazu ein paar Beispiele:
1. Es ist anscheinend völlig normal, dass man hier von einem Fremden einen Konzerteintritt, Bier und Essen spendiert bekommt.
2. Ein kleiner Junge kommt zu mir und sag: Hello how are you und rennt davon!
3. Bei Karaoke singen die Taiwanesen extra einen englischen Song für mich!
4. Performance verpasst? Kein Problem, dann machen wir für dich mitten in der U-Bahn-Station noch einmal eine, auch wenn alles schon verpackt wäre!

Auch untereinander scheinen Taiwanesen sehr höflich und hilfsbereit miteinander umzugehen!Ich bin begeistert!

Macau: Mittelmeer, Las Vegas und Asien!

Heute sollte es also nach Macau gehen. Super, wieder ein schöner Stempel im Reisepass.

Mit der klassischen Stunde Verspätung (verursacht durch nur etwa 2 Stunden Schlaf) konnten wir nach Macau aufbrechen. Zuerst mit der Metro, dann mit einer Fähre für etwa eine Stunde! Yes: Zeit zum Schlaf nachholen!
Wenn man in Macau ankommt, hat man das Gefühl, in Italien zu sein. Wir kamen aus dem Fährenterminal, wo einem hübsche Frauen Flyer verteilen: Macau ist das Las Vegas von Asien und beherbergt das grösste Casino der Welt! Wir nahmen also den kostenlosen Shuttlebus zum “Venetian”. Wir spielen für umgerechnet 20 Franken, und verlieren natürlich alles nach etwa 10 Minuten. Das Casino aber nur mal gesehen zu haben reicht aus! Leider kann man im Inneren keine Photos machen. Auf dem Weg ins grösste Casino sahen wir aus dem Bus das schönste der Welt: Galaxy!

DSC00348
Das Ding ist RIESIG!!!

Nach dem Casino haben wir uns wieder in den Shuttle Bus gesetzt. Der Verkehr ist anscheinend überall in Asien so prekär wie in Vietnam Smiley mit geöffnetem Mund Dieser sollte uns zu den Ruinen bringen. Jedoch wurden wir im nirgendwo ausgesetzt und mussten uns mühsam durch das portugiesisch-chinesische Chaos bis in die Innenstadt kämpfen! Dort besorgten wir uns kleine Küchlein, bevor wir die Ruinen ausfindig machten: DER WAHNSINN!!

DSC00385
DSC00380
Der Teil aus Holz hinter der Steinfront ist verfallen!

Danach ging es mit der Fähre wieder zurück! Wir sind dann auf den Kowloon Nachtmarkt gegangen, wo ich ein frittiertes Pouletschnitzel in der Grösse eines A4 Blatts (!!) gegessen habe! Da ich nur in den Adiletten herumgelaufen bin, taten mir die Füsse weh, weshalb ich nach dem Nachtessen ins Hostel gegangen bin. Dort habe ich gepackt, um mich in das Abenteuer Taiwan zu stürzen! Den Rest des Abends, der bis 3:40 morgens dauerte, verbrachte ich wieder auf dem Dach!

Die ersten Tage in Hong Kong

Lange hat es gedauert, aber wie man sich denken kann habe ich schon viel erlebt Zwinkerndes Smiley

Der Flug nach Hong Kong verlief relativ ereignislos, also werde ich auch gar nicht erst weiter darauf eingehen. Qatar Airways ist eine gute Airline, das Essen ok und alles hat geklappt! Das einzig Erwähnenswerte ist der Flughafen Doha, in dem ich schon fast in Schwierigkeiten gekommen bin, als ich einen Automaten, an dem man Goldbarren kaufen kann, fotografieren wollte. Ein Security kam daher und hat mich darauf hingewiesen! Nebenbei räumte er ein “Where are you from?” und meine Antwort mit “Oooh-ooooh, very nice” quittierte.

In Hong Kong angekommen, ging es ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle und mein Rucksack war schon auf dem Band als ich an der Gepäckausgabe ankam. Ich nahm den Airport-Express in die Stadt und stieg dort auf den MTR (Metro) um: Dieser brachte mich und mein 16 Kilo Monstrum von einem Rucksack in die Causeway Bay, wo mein Hostel ist. Das erste Mal bekam ich nach dem Verlassen des Untergrunds die Hitze zu spüren! Nach dem Einchecken ging ich in den 7ten Stock, wo mein Bett im 9er Zimmer war. Alles sah sehr sauber aus! Ich lud mein Gepäck ab und musste gleich unter die Dusche, da mir der Schweiss  in Strömen aus allen Poren lief! Nach der Dusche ging ich auf die Dachterrasse, um eine Zigarette zu rauchen.

DSC00266
Die Dachterrasse des Hostels

Dort habe ich 2 Leute, Robert und Freya, aus England kennengelernt – Wir quatschten und bald setzten sich mehr Leute zu uns! Mit Robert und Freya habe ich am nächsten Tag abgemacht, uns um 10 Uhr zu treffen, um den Victorias Peak zu besuchen. Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse. Ich lernte zudem noch weitere Leute kennen: Jack (Schottland), Louise+Patrick (Schweden), Ari (Pakistan/USA) und Eric (Deutschland). Ich war nach über 30 Stunden ohne Schlaf immer noch ziemlich fit, deshalb wurde es recht spät.

Am nächsten Morgen wartete ich auf Robert und Freya, doch sie tauchten nicht auf. Somit beschloss ich, alleine loszuziehen. Als ich gerade unten ankam, merkte ich, dass ich meine Kamera vergessen hatte, also ging ich nochmal aufs Zimmer zurück. Vor dort ging ich noch kurz ein letztes Mal auf die Gartenterrasse. Dort fand ich Lucy, eine Engländerin, die gerade erst angekommen ist. Wir kamen ins Gespräch und beschlossen, zusammen auf den Peak zu gehen.

Zu Fuss gingen wir also in der fast unertragbaren Mittagshitze durch die Stadt. Die Wolkenkratzer sind faszinierend. Die Stadt ist unglaublich bewegt, der Verkehr chaotisch!

DSC00180

DSC00188DSC00185
Impressionen aus HK

Nach etwa einer Stunde kamen Lucy und ich an der Talstation an. Der von anderen prophezeite Andrang blieb aus, so dass wir direkt in das Tram (das übrigens von der Thuner Frima von Roll gebaut wurde) einsteigen konnten.

Auf dem Peak genossen wir die wunderbare Aussicht auf die Stadt. Nachdem wir x-verschiedene Fotos gemachte hatten, entschlossen wir und während einem Bier zu einer Wanderung um den Berg. Diese dauerte auch etwa eine Stunde, hat sich aber gelohnt, da man die ruhige Seite Hong Kongs bestaunen konnte!

DSC00223
Geschafft!

Nach der Wanderung gingen wir wieder zurück ins Hotel, denn mittlerweile war schon Abends, also war eine Dusche und Bier im Garten angesagt. Die Temperatur sinkt in der Macht nicht unter 30 Grad, also ist man 5 Sekunden nach der Dusche schon wieder Schweissnass! Asiaten scheinen übrigens kein Problem damit zu haben, denn die sehen immer wie frisch aus dem Schönheitssalon aus, während wir uns fast zu Tode quälen an der Hitze! Auch an diesem Abend wurde es spät, aber wir beschlossen, am nächsten Tag nach Lantau Island zum grössten sitzenden Bronzebuddha der Welt zu fahren. Treffpunkt: 10:30

So ging ich, wenn auch mit Kopfschmerzen, am nächsten Tag punkt 10:30 auf die Gartenterrasse, aber nur Ari war zu finden. Die anderen liessen noch 30 Minuten auf sich warten, da sie alle verkatert und müde waren. Wir gingen also etwa erst um 11:30 los, in Richtung Lantau Island!
Dort trafen wir auf eine Gondelbahn, die uns der Berg rauf bringen sollte: Es war spektakulär!

DSC00332
Die Aussicht aus der Gondel auf den Flughafen

DSC00297
Schon bald kommt der Buddha zum Vorschein

Bevor wir aber den Buddha bestaunen konnten, mussten wir noch ein “paar” Treppen raufsteigen – Und das bei 36° – Aber es hat sich gelohnt!DSC00313
Die Treppe (nicht von ganz unten Zwinkerndes Smiley )

 

DSC00316

DSC00323
Oben angekommen! Sehr imposant!

Nach dem Buddha waren wir so geschafft, dass es wieder auf den einstündigen Rückweg ins Hostel ging. Den Abend verbrachten wir, genau, auf der Gartenterrasse!

Plan für Freitag: Macao und Kowloon!