Nach etwa 1.5 Wochen ist das mongolische Visum eingetroffen!
Freude herrscht 🙂
Zum ersten Jubiläum meines Blogs habe ich das Design komplett überarbeitet! Ich hoffe es gefällt!
Ich habe mich ausserdem entschieden, die Blogeinträge nicht mehr Tageweise zu organisieren, sondern nach Erlebnissen und Themenblöcken zu strukturieren.
Nur noch 1.5 Wochen bis zum Start meines Asientrips! Das Visum für die Mongolei ist bestellt: Es ist nur zu hoffen, dass der Pass rechtzeitig zurück kommt 😉
Nur noch ein paar kleinere Einkäufe und Vorbereitungen, dann bin ich endgültig startklar!
Zusätzlich zum Blog, den ich unterwegs schon mit Beiträgen füttern werde, werde ich ein Videotagebuch (auf Englisch) führen, welches ich nach meiner Rückkehr auf YouTube veröffentlichen werde. Ich habe eine neue Kamera, somit werden die Fotos qualitativ sehr gut, und die Videos in 720p HD Qualität verfügbar sein!
Vielen Dank fürs Lesen des Blogs!
Yay – Die nächste Reise steht an!
Gerade habe ich meine Flüge gebucht:
1. Juli: Genf -> Hong Kong (Qatar Airways)
6. Juli: Hong Kong -> Taipeh (Hong Kong Airlines)
19. Juli: Taipeh -> Seoul (Korean Air)
1. August: Seoul -> Ulaanbaatar (Air China)
29. August: Ulaanbaatar -> Genf (Turkish Airlines)
Nun gilt es, für die Mongolei noch eine Exkursion durchs ganze Land zu organisieren, sowie ein Visum zu besorgen! Eventuell werde ich mich noch nach Couchsurfing-Hosts umschauen. Alles andere werde ich vor Ort organisieren.
Updates folgen!
Pce
Mit 30 Minuten Verspätung kommt uns um 13.30 ein kleiner Bus abholen, der uns zum Sleeping-Bus bringt. Es geht hektisch zu und her, das Ticket wird mir aus der Hand gerissen, das Gepäck wird verstaut. Wir bekommen einen Zettel als „Quittung“ und steigen ein. Es sind nur noch zwei Betten (eher Pritschen) frei, meines ist der absolute Arschkarten-Platz, da es direkt neben der Toilette ist. Ausserdem ist es nur etwa 1.65m lang…Ihr könnt euch vorstellen, wie bequem das war. Wir brausen in Vietnam-Manier davon. Marcels Platz ist weit vorne, also spreche ich mit den 2 englischen Touristen neben mir und höre Musik – Wir haben etwa 15 Stunden Fahrt vor uns.
Gegen 18 Uhr treffen wir in Hoi An ein. Leute steigen aus, somit können Marcel und ich nebeneinander weiterreisen. Wir schnappen uns die oberen Betten ganz hinten. Wir hoffen darauf, dass das Bett neben mir frei bleibt. Es wird aber von einem Deutschen besetzt. Der Bus ist völlig überbucht: Ein paar Touristen bekommen Kissen und müssen am Boden schlafen. Toll! Nach etwa einer Stunde fahren wir weiter in Richtung Nha Trang. Wir freuen uns auf den Strand. Unterwegs hat der Bus immer wieder Probleme mit dem Getriebe. Mitten in der Nacht halten wir an, um Getränke und Essen zu kaufen. Wir steigen wieder ein.
Etwa um 3.30h in der Nacht, ich döse ein bisschen, Marcel ist wach, werde ich durch einen lauten Krach aus dem Halbschlaf gerissen: Der Bus hat auf der rechten Seite einen Felsen touchiert. Der Bus schwenkt gegen links, wo ein Abgrund ist. Also lenkt der Busfahrer (der übrigens seit Antritt der Fahrt immer der selbe ist!!) gegen rechts – Etwas zu viel, so dass der Bus umkippt. Wir sehen den Boden näher kommen. Ich habe ein kurzes Blackout. Marcel reisst mich vom Boden auf, Diesel läuft aus. Der Boden ist voller Scherben. Ich schnappe mir meinen Rucksack und bemerke, dass mein Knie bis auf die Kniescheibe aufgerissen ist. Marcel findet unsere Schuhe, wir ziehen sie an und klettern durch ein Loch im Dach nach draussen. Wir sehen einen britischen Tourist, sein Gesicht ist völlig verblutet und zerfetzt. Schock! Marcel hat eine Schürfwunde und geprellte Rippen. Wir entfernen uns ein wenig vom Bus, ich lege mich auf den Boden, lagere das Bein hoch, zünde mir eine Zigarette an. Langsam beginnt das Bein zu Schmerzen.
Etwa 30-40min später trifft ein Krankenwagen ein. Die „Schwerverletzten“, darunter auch ich, werden in ein „Spital“ gefahren. Es erinnert mehr an ein Lazarett aus dem ersten Weltkrieg. Ich bekomme eine Spritze, sie nähen mein Knie zusammen, jedoch ohne die Wunde zu säubern. Es wimmelt von Fliegen, der Geruch nach Blut, Diesel und Desinfektionsmittel liegt in der Luft. Wir alle wollen hier raus. Inzwischen ist Marcel auch eingetrudelt, er bekommt 2 Stiche am Ellbogen.
Nach etwa 5 Stunden kommt ein Bus, der uns Vietnam-Style nach Nha Trang bringt. Jedoch nicht ins Spital, sondern zum Reisebüro. Ok, wir nehmen ein Taxi, wenigstens haben wir unser Gepäck wieder! Im Spital wird mein Knie geröngt, ich müsse Operiert werden. Sie finden Erdnuss grosse Glassplitter in meinem Knie.
Wir verbringen die nächsten 5 Tage in diesem Spital. Marcel geht es eigentlich schon wieder ganz gut, er darf aber mit mir im Spital bleiben. Alle Touristen, die verletzt wurden, sind in diesem Spital untergebracht. Ich bin mit einer Belgierin im unteren Stock, da wir nicht Treppensteigen können. 3x am Tag bekomme ich eine Spritze in den Arsch, 3x am Tag muss ich 5 Pillen nehmen und bekomme 3 Infusionen. Ok, die werden wissen, was sie tun.
Am 5ten Tag kommt mich eine Schwester wecken: Sie haben einen Telefonanruf an der Reception. Ich humple schlaftrunken nach vorne. Mir wird von einem Unbekannten gesagt, dass uns ein Krankenwagen abholen kommt… Ich rufe unsere Versicherung an, diese Bestätigt diese Aktion. Ich rufe Marcel an, er soll seine Sachen packen und runterkommen. Eine knappe Stunde später sitzen wir im Krankenwagen nach Saigon (8 Stunden fahrt). Am Mittag halten wir…An einem Strand – Wir dürfen also doch noch ein wenig Strandluft schnuppern. Wir essen frische Meeresfrüchte auf Kosten der Versicherung. Ha!
Der Strand, an dem wir unser Mittagessen verspeisen!
Am Abend treffen wir in Saigon ein. Am nächsten Tag muss ich noch mal eine Operation erdulden, da anscheinend noch eine Sehne kaputt ist. Langsam zweifeln wir daran, jemals wieder nach Hause zu kommen 😉
Doch siehe da, am Freitag, eine Woche nach dem Unfall kommt ein Anruf der Versicherung: Ihr fliegt heute Abend heim, Business Class versteht sich 😀
Am Flughafen angekommen, eingecheckt, in der Business-Class-Lounge rumgehängt – Durchsage: Flug gecancelt! Ich koche!
Wir werden in ein 4* Hotel gebracht. Am Samstag die erlösende Nachricht: Am Abend geht der Flug nach Paris. Ganzes Prozedere noch einmal, und tatsächlich: Wir sitzen um 22h im Flieger, und wir fliegen pünktlich ab. Das Abenteuer Vietnam endet am Sonntag, 14.30h am Flughafen Zürich.
Hier noch ein kleiner Bericht von unserem Unfall: http://www.tuoitrenews.vn/cmlink/tuoitrenews/society/at-least-7-foreigners-injured-in-bus-accident-1.79689 (Von uns ist natürlich nicht die Rede 😉 )
Alles Gute
Damian&Marcel
Nachdem wir einen Tag in Hanoi herumgesifft sind, geht es mit dem Nachtzug nach Hué. Die Fahrt dauert etwa 14 Stunden und wir teilen uns das Abteil mit einem älteren vietnamesischen Pärchen. Wir kommen um 10 Uhr morgens in Hué an, wo wir von einem sehr kompetenten Helfer empfangen werden. Wir wollen gleich bei der Ankunft Tickets nach Nha Trang kaufen. Da aber jeder Zug ausgebucht ist, da alle Studenten ihre Prüfung ablegen gehen müssen, müssen wir zwangsmässig auf das Verkehrsmittel Bus umsteigen. Der Helfer organisiert alles. Wir nehmen ein Taxi zu unserem Hotel, das wir von Hanoi aus über das Internet gebucht haben. Es ist klein aber fein, kostet etwa 5 CHF pro Nacht und Person. Als wir uns eigerichtet haben, bringen wir 5kg stinkende Wäsche vom Trekking runter, da das Hotel einen Wäscheservice hat.
Endlich können wir duschen und ein bisschen relaxen. Als es langsam Abend wird gehen, wollen wir ein Restaurant namens “Little Italy” besuchen. Langsam aber sicher vermissen wir eine Mahlzeit, in die man so richtig reinbeissen kann. Wir finden das Restaurant ohne Karte, setzen uns draussen hin und bestellen einen ordentlichen Burger. Nach dem Essen gehen wir in eine Bar, da wir draussen ein Schild mit “Happy Hour” gesehen haben. Wir trinken Rum&Cola, 2 für 1. Etwa um 22h haben wir genug und gehen in das Hotel zurück, wo wir noch einen Film schauen und dann schlafen.
Am nächsten Tag wollen wir die alte Kaiserstadt besuchen. Wir laufen bei geschätzten 40°C durch Hué – Unterwegs finden wir noch einen ATM, wo wir gleich noch ein paar Dong ziehen. Das Städtchen ist sehr charmant und unterscheidet sich stark von Hanoi. Hué befindet sich fast an der historischen Grenze von Nord/Südvietnam, somit hat es stark unter dem Krieg gelitten.
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Unterwegs zur Kaiserstadt gehen wir über diesen Fluss
Völlig ausgetrocknet kaufen wir mal ein Pepsi und setzen uns in den Schatten. Nach dieser Pause laufen wir dem Fluss entlang und geniessen die schöne Kulisse des Ufers…und siehe da, wir haben die Kaiserstadt tatsächlich gefunden. Nicht aber den Eingang! Wir laufen auf die andere Seite der Zitadelle, wo uns gesagt wird, dass wir auf der Seite reinmüssen, wo wir am Anfang gewesen wären. Toll!
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Kanonen am Eingang zur Zitadelle
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Erinnerung an den Krieg, “Mini-Freilichtmuseum” in der Zitadelle
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Eingang in die alte Kaiserstadt
Nachdem wir die sehr eindrückliche Kaiserstadt erkundet haben, gehen wir wieder ins Hotel zurück. Am Abend gehen wir wieder in die gleiche Bar wie am Vortag und geniessen wieder die Happy Hour. Wir verbringen den späteren Abend mit Billard, wo wir gegen einen Iren gewinnen, der uns gleich eine Runde ausgeben muss.
Nach ein paar Partien mehr, die ich gegen Marcel immer verliere, gehen wir ins Hotel zurück.
Am Morgen checken wir aus und warten auf den Bus, der uns nach Nha Trang bringen soll.