Georgien: Sighnaghi

In Jerewan lasse ich am Morgen ein Taxi von der Reception rufen, welches mich zum Busbahnhof bringen soll. Ein Mercedes holt mich ab. Jedoch hat der Fahrer keine Ahnung, wo der Busbahnhof ist. So fahren wir eine Viertelstunde im Kreis, bevor mich der Fahrer an den Bahnhof bringt. Dort finde ich tatsächlich eine Maschrutka, die nach Tiflis fahren soll. Ich warte auf andere Fahrgäste. Nach ca. 30 Minuten taucht mein Taxifahrer auf, packt meinen Rucksack in den Kofferraum und wir fahren los. Ich weiss immer noch nicht, warum er nochmal zurück gekommen ist. Jedenfalls landeten wir wie durch ein Wunder am Busbahnhof, wo ich ein Sammeltaxi nach Tiflis nahm. Die 5.5 stündige Fahrt war ziemlich günstig (etwa 6.50) und angenehm, die Passkontrolle war kurz und schmerzlos.
In Tiflis schlief ich eine Nacht. Am nächsten Morgen früh nahm ich eine Maschrutka, die nach Sighnaghi fährt: Sighnaghi ist eines der kleinsten Dörfer Georgiens, nahe der Grenze zu Aserbaijan. Nach 1.5 Stunden holpriger Fahrt kam ich dort an. Es ist atemberaubend schön!!

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Sighnaghi

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Im Dorf, Blick auf die Kirche

Das Dörfchen ist sehr charmant! Ich schlief 2 Nächte bei einer lokalen Familie, die ein paar Zimmer vermietet. Kaum angekommen stand Käse, Brot, hausgemachter Wein und Cha Cha (ein hochprozentiger Traubenschnaps) auf den Tisch. Ich lernte ein englisches Paar kennen. Wir beschlossen, am nächsten Tag einen Ausflug in die umliegenden Dörfer zu machen.
So fuhren wir am nächsten Tag mit einem Fahrer in die umliegenden Klöster und Weinmanufakturen.

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Kloster Nummer 1
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Im Weinkeller
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Kloster Nummer 2

Am Schluss der Tour waren wir ziemlich angeheitert, da wir in jeder Weinkellerei regelrecht mit Wein und Cha Cha abgefüllt wurden. Eine sehr gute Tour! Smiley
Zum Frühstück gehört in Sighnaghi übrigens Wein und Cha Cha… Ein gesunder Start in den Tag, oder so!?

Heute fuhr ich mit der 13 Uhr Maschrutka nach Tiflis zurück.

Armenien: Garni & Geghard

Gestern Abend war Ostern – Nachdem ich meinen Blog fertig geschrieben habe, ist eine Horde Armenier in das Hostel eingefallen: Familie der Besitzer. Nach 5 Minuten sassen wir alle um den mit Leckereien gefüllten Tisch versammelt beim Ostermahl. Bei diesem Mahl lernte ich Jonah, einen Ami der in Polen lebt, kennen.
Mit ihm traf ich mich heute, um nach Garni zu fahren. Zuerst nahmen wir ein Taxi zu der Mercedes Benz Niederlassung. Von dort aus nahmen wir eine Маршрутка (Marschrutka: eine Art Sammeltaxi), das Verkehrsmittel der Wahl aller ex-Sovjet Staaten, nach Garni. Nach einer holprigen Fahrt in dem mit über 15 Personen gefülltem 10 Platz Wagen kamen wir in Garni an. Dort suchten und fanden wir umgehend den Tempel.

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Der Garni-Tempel.

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Die Umgebung! Hammer Aussicht in den Canyon!

Danach verhandelten wir mit einem Taxifahrer auf “Russisch”, dass er uns mit seinem Jeep zuerst in den Canyon fahrt, und dann nach Gaghard fährt.
Der Canyon war mit seinen Gesteinsformationen sehr eindrücklich.

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Im Canyon.

Danach folgte die etwa 10 Minuten lange Fahrt nach Geghart. Die Klosteranlagen waren sehr eindrücklich, da ein grosser Teil des Komplexes direkt in den Fels geschlagen wurde.

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Nachdem wir die Anlage ausgiebig erkundet hatten, brachte uns der Taxifahrer zur nächsten Bushaltestelle. Dort nahmen wir den Bus nach Jerewan für lächerliche 100 Dram (20 Rappen).
Nach gut einer Stunde kamen wir dort an. Danach ging es noch in ein herziges Restaurant mit einer sehr bemühten Servierdüse! Sie konnte kein Englisch, erklärte uns aber mit Handzeichen und Tiergeräuschen jedes Stück Fleisch in der Vitrine. Wir entschieden uns für Lamm. Die Kebab – Spiesschen werden über Kohle gegrillt und dann in ein Fladenbrot gelegt, welches mit Koriander, Zwiebeln und scharfer Sauce serviert wurde. Dazu gab es ein kühles Bier. Kostenpunkt: 700 Dram (1.50)
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Armenien: Jerewan

Der Flug nach Armenien gestaltete sich als relativ langweilig. Ukraine International Airlines beförderte mich zuerst nach Kiew, danach nach Jerewan. Dort kam ich um 23.10 Ortszeit an. Die Passkontrolle ging sehr schnell und der Beamte war freundlich: “Oooh Switzerland, very nice country!”.
Ich nahm ein Taxi zum Grammy Hostel, welches mitten in Jerewan liegt. Der Taxifahrer sprach kein Wort Englisch und der Verkehr in Asien ist halt wie er ist… Jedenfalls kostete mich das Taxi 3000 Dram, was ungefähr 3 Franken sind. Sweet!
Im Hostel angekommen ging ich bald ins Bett.

Am nächsten Morgen freundete ich mich mit meinen Zimmergenossen Matt und Mariah an, die beide aus den Staaten kommen und in Georgien Englisch unterrichten. Wir zogen zusammen los, um die Stadt ein wenig zu erkunden. So gingen wir zum Republic Square, das Herz des Tourismus in Jerewan. Sehr schöne Szenerie!
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Panorama vom Republic Square

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Die alte Seite des Republic Square

Da ich mich auf eher kühle Temperaturen eingestellt hatte, erlebte ich eine “böse” Überraschung: Ein Armenien ist anscheinend schon Sommer, da es den ganzen Tag ungefähr 28 Grad im Schatten war! Ich musste mich von Zeit zu Zeit mit Bier abkühlen.
Am Abend tauschten wir uns über vorherige Reisen aus und kochten im Hostel Abendessen. Dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen: Die Amis kehrten wieder nach Georgien zurück.

Heute Morgen stand ich zeitig auf um die “Mutter von Armenien”, ein Denkmal auf einem Hügel, zu suchen. Bei 30° im Schatten marschierte ich los. Zuerst bin ich natürlich schon mal in die falsche Strasse abgebogen, was aber eine andere schöne Entdeckung mit sich brachte. Was es genau war, weiss ich nicht – Jedenfalls war’s schön!

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Wenn man durch die Stadt läuft, bemerkt man sofort, dass die Stadt von der Sovjetunion beeinflusst wurde.
Nach einem Fussmarsch fand ich endlich die Kaskaden, die ich raufgehen musste, um zu der Mutter von Armenien zu gelangen. Die Treppen brachten mich fast um, da es wirklich sehr heiss war, und die Treppe relativ steil (und vor allem lang) ist.

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Die Kaskaden!

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Die Aussicht von oben.

Nachdem ich mich oben angekommen im Schatten ein wenig erholen könnte, ging ich durch ein grosses Tor, welches anscheinend der Eingang zum Victory Park war. Im Park gibt es einen ziemlich heruntergekommenen Vergnügungspark. Dahinter fand ich jedoch mein Ziel: Die Mutter Armeniens!

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Danach ging ich wieder die Kaskaden runter und begab mich zum Opernhaus, um einen Imbiss zu suchen. Fündig wurde ich bei einem kleinen Strassenverkäufer, der mir irgend ein Schaschlik verkaufte. Super lecker!

Bis jetzt gefällt mir Armenien sehr gut: Günstig, sehenswert und sehr nette Leute!

Mongolei: Zurück in Ulaanbataar

Am drittletzten Tag der Tour gingen wir irgendwo am Selenge-Fluss in ein schönes Gercamp! Es war schön, jedoch freuten wir uns auch, schon bald wieder zurück in der Zivilisation zu sein! 2 Duschen in 21 Tagen sind eindeutig zu wenig Zwinkerndes Smiley

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Schöne Szenen am Selenge-Fluss

Am zweitletzten Tag fuhren wir zum Amarbayasgalant-Kloster! Beim Mittagessen hatten unsere Guides eine besondere Überraschung für mich: Schafskopf – Eine mongolische Spezialität! Ich habe die ganze Zeit davon gesprochen, also haben sie einen Kopf bei einer Nomadenfamilie besorgt! Lecker! Die Tradition sagt, dass man beide Augen essen soll: Das bringt Glück. Mir wurde diese Ehre übergeben! War gar nicht so schlimm – Im Gegenteil!
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Schafskopf – Vorher / Nachher

Das Amarbayasgalant-Kloster war sehr schön und wir haben den letzten Abend mit einem traditionellen Grillfest und Bier gefeiert. Sehr gemütlich und lecker!! Das Barbeque wird auf glühenden Steinen gebraten, zusammen mit etwas Gemüse und Salz!DSC01440
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Der letzte Abend

Heute sind wir von Amarbayasgalant direkt nach Ulaanbataar gefahren! Endlich mal wieder Asphalt! Dusche, Internet und Wäschewaschen hatten nach der Ankunft für alle oberste Priorität! Das wissen auch die Besitzer des Guesthouses, so dass ich erst danach zur Kasse gebeten wurde! Bezahlt habe ich kurz und schmerzlos per Kreditkarte!

Jetzt habe ich noch eine Woche, um Ulaanbataar und die Umgebung zu erkunden! Für diese Zeit habe ich mir ein Einzelzimmer (15$/Nacht) gegönnt!

Mongolei: Auf dem Weg nach Khövsgöl Lake

In Ölgii angekommen hatten wir wieder die Möglichkeit, eine Dusche zu geniessen und kurz ins (sehr langsame) Internet zu gehen. Am nächsten Tag fuhren wir der russischen Grenze entlang durch den nördlichen Teil der Mongolei. Hier sah alles ganz anders aus als im südlichen Teil; Fast so, als ob man sich in einem anderen Land aufhalten würde. An einem schönen See  (Name nicht bekannt) übernachteten wir im Zelt. In der Nacht begann aber ein heftiger Wind an zu wehen, so dass unser Zelt zusammenbrach. In einer Nacht und Nebel-Aktion bei strömenden Regen konnte ich das Zelt aber wieder einigermassen aufrichten. Die Kanadier hatten zwar mit der Standfestigkeit ihres Zelts mehr glück, jedoch war es nicht wasserdicht, und somit waren sie am Morgen tropfnass!
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Szenen auf dem Weg nach Khövsgöl Lake
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Der perfekte Zeltplatz – Menschenleer

Am nächsten Tag folgte eine sehr lange und mühsame Fahrt zu den goldenen Sanddünen. Die Sanddünen waren dann gar nicht so golden wie erwartet, da sie teils mit Gras und anderem Gewächs überwuchert waren. Jedoch hielt unser Zelt dem Wetter stand, was schön war!
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Goldener Sand im Hintergrund
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Eine Nomadenfamilie beim Umzug – Kamele tragen die Fracht, inklusive Satellitenschüssel

Der nächste Tag war wieder lang!! Eigentlich sollten wir noch einmal zelten, jedoch regnete es in Strömen…Deshalb fanden wir in dem Dorf Tsetserleg im Spital unterschlupf. Am Abend überraschten uns unser Guide und der Fahrer mit der Nachricht, dass wir noch einen Ausflug an den Khövsgöl Lake (kleider Bruder des Bajkalsees) machen würden! Damit verflog aber meine Hoffnung auf Internet und Dusche in Mörön! Die rund 350km lange Fahrt bewältigten wir in 10 Stunden, platter Reifen inklusive!
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Tsetserleg Dorf – Das Spital dient uns als Unterschlupf!
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Fluss auf dem Weg nach Khövsgöl Nuur

Am Khövsgöl-See verbrachten wir 3 Nächte! Das kristallklare Wasser und die Wälder ringsum gefielen mir sehr: Ein weiteres Highlight in der wunderschönen Mongolei. Hier gibts sogar mal Fisch anstelle von Schaf zum Nachtessen Smiley Unsere Ger-Nachbarn sind aus Taiwan. Am Abend spielen wir zusammen Karten und ich erzähle ihnen von meinen Abenteuern in der Republik China. Wir werden schnell Freunde und tauschen unsere Adressen aus. Wenn ich das nächste Mal in Taiwan bin (und das ist hoffentlich bald), bin ich bei ihnen zuhause eingeladen! Lustigerweise kommen sie aus der selben Stadt wie Vivi!
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Khövsgöl Nuur!!

Schon bald ist die Tour zu Ende: Wir machen uns auf den Weg nach Ulaanbaatar – Unterwegs gibt es noch ein Kloster und ein Barbeque! Danach habe ich noch ein paar Tage, um UB zu erkunden, bevor es wieder in die Schweiz zurückgeht!