Ruhe geniessen in Chengyang

Der nächste Stop auf meiner Reise, Anshun, lag gerade auf der anderen Seite der Guizhou-Provinz. Leider hatte ich etwas lausig geplant, so dass ich nun eine recht lange und anstrengende Zugfahrt über mich ergehen lassen musste.

Ich kam am Nachmittag in Anshun an und nahm ein Taxi in das Hotel. Nach dem Einchecken legte ich mich kurz aufs Ohr. Am Abend traf ich jemanden, den ich per Zufall im Internet kennen gelernt hatte: Jing Ya. Wir gingen zusammen in eine Bar, spielten mit ihren Freunden chinesische Spiele und gingen dann noch einen Mitternachtssnack essen.

Am nächsten Morgen tat ich mich deswegen etwas schwer, aus dem Bett zu kommen. Eigentlich wollte ich einen berühmten Wasserfall besuchen gehen. Als ich dann sah, dass es regnete, habe ich mich gleich wieder ins Bett gelegt.
Am späten Nachmittag hörte es dann auf zu regnen, und ich ging zu einem nahe gelegenen See und umrundete diesen.

Eine Runde um den See

Wunderschöne Abendstimmung in Anshun

Nachher traf ich Jing Ya noch einmal und sie brachte mich in ihr Lieblingsrestaurant, um eine Art Eintopf zu essen: Sehr lecker!

Eintopf in Anshun: Nudeln, scharfes Öl, Tofu, Kartoffeln, fermentierter Kohl und weitere Zutaten

Am nächsten Morgen ging ich zum Bahnhof, um zurück nach Guiyang zu fahren: Also wieder in die Richtung, aus der ich vor zwei Tagen gekommen war. Dort musste ich eine Nacht übernachten, um dann am nächsten Morgen sehr früh den Zug in die Guangxi-Provinz zu nehmen.

Nach etwa 2 Stunden kam ich in Sanjiang im Norden der Provinz an. Von dort musste ich etwa 30 Minuten mit dem Bus in die nächste kleine Stadt fahren. Dort musste ich eine Brücke überqueren, um von der östlichen zur westlichen Bushaltestelle zu gelangen. Der Bus war schon voll, aber ich konnte mich trotzdem noch reinquetschen. Die nächsten 45 Minuten verbrachte ich stehend und eingequetscht in einem holprigen Bus nach Chengyang: Acht ganz kleine Dörfer am Arsch der Welt in Guangxi.

Der Busfahrer hat mich am richtigen Ort erinnert auszusteigen, denn Ansagen gab es in diesem Bus eigentlich nicht, sondern man ruft einfach: „Anhalten!“

Nach kurzem Suchen fand ich dann auch mein Hotel im ersten Dorf, Ma’An – Viele Häuser gab es sowieso nicht. Ausserdem: Es war ausnahmsweise still! Sehr entspannend, so dass ich es mir mit einem Eis auf dem Balkon gemütlich machte.

Aussicht von meinem Hotel aus

Blick über Ma’An

Die berühmte „Wind und Regen“ – Brücke

Am nächsten Morgen stand ich früh auf, um zu Fuss die verschiedenen Dörfer zu besuchen. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Leute hier auf dem Land leben. Ausserdem gehören die Menschen dort zu der ethnischen Gruppe der Dong. Es war sehr schön und die Leute waren alle sehr freundlich. Leider wurde es mir am Mittag zu heiss, so dass ich ins Hotel zurück kehrte.

Sicht auf das nächste Dorf

Links sieht man einen der Trommeltürme

Wandern zwischen den Dörfern, manchmal auch in einem Reisfeld…

 

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