Zum Jahresabschluss noch mal China

Nachdem ich im Frühling drei Wochen in Taiwan war, dann im Sommer 4 Wochen in China verbracht habe, dachte ich mir: „Warum nicht den Jahreswechsel in China verbringen?“ Gesagt – Getan!

Mit Aeroflot flog ich zuerst nach Moskau Sheremetyevo – ein furchtbarer Flughafen – und dann nach Shanghai.
Nach meiner Ankunft fehlte schon mal das Gepäck, denn dieses war wegen der knappen Umsteigezeit in Moskau geblieben. Somit war mein Aufenthalt in Shanghai massgeblich davon geprägt, an mein Gepäck zu kommen. Rund 30 Stunden nach meiner Ankuft war ich dann schliesslich mit meinem Rucksack wiedervereinigt.

Da ich schon einmal in Shanghai war, habe ich dort nicht all zu viele Hotspots besucht, sondern mich mit einer alten Kollegin (die meine Leser vielleicht noch aus den Blogeinträgen von vor zwei Jahren aus Xiamen und Qingdao kennen) getroffen.

Hotpot in Shanghai

Nach ein paar Tagen bin ich dann nach Shenzhen geflogen, wo ich mich mit meiner Freundin getroffen habe. Nach einer Nacht in einer „Executive Suite“, welche fast gleich gross wie meine Wohnung war, nahmen wir am 31. Dezember den Schnellzug nach Guilin. Dort wollten wir den Jahreswechsel verbringen.

Am Mittag kamen wir an, nahmen einen Bus zu unserem Hostel und erholten uns zuerst ein bisschen von der Anreise. Am Abend gingen wir dann etwas leckeres Essen und feierten dann im Hostel den Jahreswechsel mit ein paar anderen Gästen. Der Jahreswechsel war aber erwartungsgemäss sehr unspektakulär.

Die berühmten Guilin „Mi Fen“

Am nächsten Tag machten wir uns auf, um in den „Sieben Sterne Park“ zu gehen. Diesen erreichten wir nach einem kurzen Fussmarsch. Unterwegs fanden wir noch eine schöne Pagode.

Pagode in Guilin

Der Eintritt von 70Y pro Person war eher happig, aber in China kommt man fast nirgends rein, ohne Eintritt zu zahlen.
Im Park gingen wir zuerst in den Tempel, wo meine Freundin für ein gutes neues Jahr betete. Danach wollte sie unbedingt in die „Sieben Sterne Höhle“, wofür wir noch einmal 55Y pro Person hinblättern mussten. Die Höhle war aber wirklich echt schön und ziemlich gross. Wir mussten zwar mit einer Gruppe mitgehen, konnten aber relativ weit weg von dieser gehen, so dass wir den Kommentar nicht die ganze Zeit ertragen mussten und die Höhle selbständig betrachten konnten.

Tempel im „Sieben Sterne Park“

Im Park

In der Höhle

Nachher stiegen wir auf den Gipfel des höchsten Punktes im Park. Dort sollte uns eine prächtige Aussicht auf Guilin und die Karstlandschaft erwarten. Begrüsst wurden wir von wilden Affen, doch leider sahen wir die Hügel nicht, da die ganze Stadt in dichten Smog gehüllt war. Tja…

Affe auf dem Weg auf den Hügel

„Aussicht“ auf den Smog

Auf dem Rückweg assen wir unser Nachtessen und legten uns ein bisschen früher hin. Am nächsten Tag mussten wir etwas früher aufstehen, da wir eine Li-River-Tour gebucht hatten. Das bedeutete folgendes: Ein Minibus kam uns bei unserem Hostel abholen, dann mussten wir bald in einen grösseren Bus umsteigen. Mit diesem fuhren wir ca. 45 Minuten zum Zhujiang Pier. Dort stiegen wir auf ein kleines Boot um, und tuckerten durch die wirklich atemberaubende Karstlandschaft um den Li Fluss!

Auf dem Li-Fluss

Nach etwa 40 Minuten dockten wir in der Nähe von Lengshui wieder an, und stiegen auf eine Art Golfwagen um, welcher uns nach Xingping fuhr. Dort kann man die Landschaft betrachten, welche sich auf der 20Y-Banknote befindet.

Dort stiegen wir wieder auf den Bus um. Im Bus haben wir noch eine Art Zusatzpaket gebucht, da wir mit diesem für einen ziemlich guten Preis noch eine andere Landschaft anschauen gehen konnten, und wieder nach Guilin zurück kamen.
Der nächste Halt war Yangshuo, wo wir ein paar Leute abluden und ein paar neue einluden. Danach fuhren wir in ein kleines Dorf (Yulong) mit einer kleinen Steinbrücke. Die Landschaft dort war mal ein Hintergrundbild von Windows 7. Ausserdem konnte man einen Wasserbüffel füttern. Am Büffel hatte ich herzlich wenig Interesse, aber die Landschaft war ziemlich schön.

Danach gings weiter zum Yangshuo Shangri-La. Dieser Park ist Schauplatz einer alten chinesischen Sage. Für meine Freundin war deshalb der Besuch dort ganz etwas Besonderes, weil sie diesen Ort zuvor nur aus Erzählungen gekannt hat. Für mich war der Park an sich eine „gekünstelte“ Tourifalle, die Umgebung war aber auch dort traumhaft. Wer aber traditionelle Dong-Kultur kennenlernen will, sollte eher nach Chengyang gehen (siehe hier).

 

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