Ab in eine neue Provinz!

Am frühen Morgen nahm ich den Zug von Wuhan nach Chongqing. Dort wollte ich einen Kollegen besuchen, welchen ich auf meiner grossen Reise über Weihnachten in China kennengelernt habe. Damals waren wir auf der Insel Hainan, er wohnt aber in Chongqing, wo er Englisch unterrichtet.

Deshalb habe ich ein paar Tage in Chongqing verbracht. Da ich schon einmal dort war (jedoch bevor ich Carl kennengelernt habe), verzichtete ich darauf, Sehenswürdigkeiten anschauen zu gehen, zumal es bei Temperaturen von über 45 Grad sowieso fast Selbstmord gewesen wäre! Ich ass somit den berühmten Chongqing-Hotpot und genoss meine Zeit. Am Abend ging ich jeweils dann in den Ausgang: Partys in China sind einfach eine andere Dimension – Sehr zu empfehlen, auch wenn man sonst nicht so der Typ dafür ist!

Der feurig scharfe Hot Pot

Nach ein paar Tagen in Chongqing nahm ich den Nachtzug nach Guiyang, die Hauptstadt der Guizhou Provinz. Dort war ich noch nie und hatte etwa eine Woche in dieser Provinz geplant. Nach ungefähr 10 Stunden fahrt erreichte ich frühmorgens mein Ziel. Dieses Mal hatte ich kein Hotel vorgebucht und schlenderte bei sehr angenehmen Temperaturen ins Stadtzentrum, wo ich wieder in einem 7 Days Inn ein Zimmer fand. Die Empfangsdame hat mich sofort begeistert nach meinem WeChat (dem chinesischen Equivalent zu Facebook) gefragt: Hier nicht der Rede wert, ausserhalb Chinas würde das wohl nie jemand beim Check-In machen!

Danach schaute ich mir die Millionenstadt Guiyang zu Fuss an. Es gab ein paar schöne Flecken und leckeres Essen.

In Guiyang

Am nächsten Tag ging es schon wieder weiter: In der Holzklasse fuhr ich nach Zhenyuan, welches etwa 4.5 Stunden von Guiyang entfernt liegt. Im Zug waren die vier Herren im gleichen Abteil natürlich ausser sich und schenkten mir irgend einen chinesischen Schnaps ein… Dieser war zwar nicht wirklich lecker, aber wenigstens konnte ich mir damit die Zeit ein wenig vertreiben.

Zhenyuan liegt malerisch an einem Fluss in einem kleinen Tal. Dort verbrachte ich dann zwei Nächte. Hauptattraktion war neben der hübschen Altstadt (welche aber ähnlich wie Pingyao mit Souvenirläden zugepflastert ist) eine Art Tempel, welcher am Felsen gebaut wurde. Teilweise lagen die Schreine also in natürlichen Höhlen. Ziemlich eindrücklich, jedoch mit umgerechnet 10 Franken Eintrittspreis ziemlich happig.

Im malerischen Zhenyuan

Die alte Brücke

Blick auf den „Höhlentempel“

Langsam steigt man den Felsen hoch…

…bis man eine wunderschöne Aussicht über Zhenyuan geniessen kann!

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